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Krankheiten

Träume nicht dein Leben; sondern lebe deinen Traum!

Krankheiten

Beobachte Dein Kaninchen gut, da Kaninchen “stille” Leider sind! In der Natur dürfen sie sich nicht anmerken lassen, dass sie krank sind.

Krankheitssymptome sind:

allgemeine Trägheit
Appetitlosigkeit
struppiges und glanzloses Fell
vermehrter Haarausfall
Augenausfluss
zu lange Zähne
Niesen oder Husten
Durchfall/Verstopfung
Nasenausfluss
kahle Stellen im Fell

Durchfall:

Durchfall kann verschiedene Ursachen haben:

  • · Ernährungsfehler (Rohfasermangel durch zu wenig oder zum falschen Zeitpunkt verabreichtes Heu, verdorbenes Futter)
  • · Darmparasiten oder Infektionskrankheiten
  • · Zahnstellungsfehler
  • · Stress

Bei leichtem Durchfall und einem guten Allgemeinbefinden des Tieres (auch Gewicht kontrollieren), braucht man nicht direkt zum Tierarzt zu gehen. Man sollte das Tier aber gut beobachten. Man sollte auf  jegliches Frischfutter verzichten. Am besten dann nur Heu und Wasser reichen. Wenn der Durchfall sich nach zwei bis drei Tagen nicht legt, sollte man zum Tierarzt gehen.

Milben:

Die Infizierung kann durch mangelnde Hygiene, qualitativ minderwertiges Einstreu und Heu, Stress oder durch ein erkranktes Kaninchen erfolgen. Bei Befall kommt es erst zu einer Art Schuppenbildung im Bereich von Nase, Maul und Ohren, der sich später auf den ganzen Körper ausbreiten kann. Es können auch Krusten und Ekzeme entstehen. Auf jeden Fall verliert das erkrankte Tier immer mehr Haare. Wenn nichts unternommen wird, magert es immer mehr ab und kann letztendlich daran sterben.
Man sollte deswegen hier direkt den Tierarzt aufsuchen, der Mittel spritzt. Natürlich sollte der Käfig und die Einrichtungsgegenstände gereinigt und desinfiziert werden.

Kokzidien:
Kokzidien sind ein ernsthaftes Problem. Die Erreger dieses Parasiten kommen im fast jedem Darm eines Kaninchens vor. Sie werden als Eier im Kot ausgeschieden und können so sehr leicht auf andere Kaninchen übertragen werden. Die Wiederansteckung ist hier sehr leicht. Bei starker Vermehrung von Kokzidien werden Leber, Gallenblase und die Schleimhaut des Darms beschädigt. Falls der Befall weiter geht, werden Blutgefäße verletzt. Durch die Blutarmut wird das Kaninchen müder und anfälliger für andere Krankheiten. Stresssituationen begünstigen Kokzidien. Sauberkeit und Hygiene schränkt die Gefahr dieser Darmparasiten ein.
Ich habe dieses Parasiten den Kampf angesagt, nachdem sie mir meine “Shila” weggenommen haben.

Pilzerkrankungen:
Typisch für einen Pilzbefall sind kreisrunde kahle Flächen im Fell. Infizierungsmöglichkeiten sind minderwertiges Einstreu und Heu, andere Kaninchen oder der Mensch. Man muss unbedingt mit dem Kaninchen zum Tierarzt gehen und der Besitzer zum Hautarzt, da Pilz ansteckend ist. Der Käfig und die Einrichtungsgegenstände sollten gereinigt und desinfiziert werden.

Fehlstellungen der Zähne:
Die Zähne der Kaninchen wachsen ständig und nutzen sich bei richtiger Ernährung ab.

Anders ist es bei Zahnfehlstellungen. Da reiben die Zähne nicht aneinander und wachen so immer weiter. Folge ist, dass das Kaninchen nicht mehr fressen kann und verhungert so am vollen Futternapf. In diesem Fall muss man regelmässig zum Tierarzt, um die Zähne zu kürzen.

Hitzschlag:
Kaninchen vertragen keine Hitze, deshalb solle man immer auf den Standort des Käfigs oder des Freigeheges achten. Bei Verdacht auf Hitzschlag sofort das Tier in den Schatten bringen und zimmerwarmes Wasser anbieten. Mit feuchten und kühlen (aber nicht kalten) Umschlägen das Tier kühlen.

RVHD (Rabbit Viral Haemorrhagic Disease)
Diese Krankheit wurde erstmals 1984 bei Kaninchen in China beobachtet, deshalb wird sie auch Chinaseuche genannt, und seit 1988 auch in Deutschland festgestellt. Neben den Wildkaninchen werden auch die Hauskaninchen davon befallen, deshalb ist es zu empfehlen jedes Kaninchen, egal ob es im Haus oder im Garten lebt, dagegen impfen zu lassen. Akute Krankheitsanzeichen sind zunehmende Unruhe, später Benommenheit, Atembeschwerden, Blutungen aus den Nasenöffnungen, schliesslich rascher Tod verbunden mit Erstickungskrämpfen. Die Krankheit verläuft immer tödlich. Um dieser Seuche vorzubeugen, sollte man jedes Kaninchen impfen lassen, da man die Krankheit alleine schon durch die Schuhe und durch die Kleidung übertragen kann, und kein Grünfutter von Wiesen und Gärten füttern, wo Wildkaninchen Zugang haben. Eine Schutzimpfung ist ab der 6. Lebenswoche möglich und sollte alle 9 bis 12 Monate wiederholt werden.

Myxomatose:
Diese Seuche ist seit 1952 in Europa bekannt. Der Myxomvirus wird von blutsaugenden Insekten übertragen. Akute Krankheitsanzeichen sind Schwellung der Augenlider, eitriger Ausfluss, Schwellung des Kopfes und der Geschlechtsteile, Entstehung von Knoten am ganzen Körper, Tod durch Entkräftung. Um diese Seuche vorzubeugen, sollte man jedes Kaninchen impfen lassen, Bekämpfung von Insekten und kein Grünfutter von Wiesen und Gärten verfüttern, wo Wildkaninchen Zugang haben.
Eine Schutzimpfung ist ab der 6. Lebenswoche möglich und der Impfschutz hält für 6 bis 9 Monate.